I had a dream – Alice im Kanzleramt

Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen in die AfD. Und böse Buben, wie ich einer bin, bekommen dann ein böses Mädchen als Bundeskanzlerin.

Ich habe letztens geträumt. Es war kein schöner Traum. Aber auch nicht wirklich schlimm. Denn es war ja nur ein Traum. Was dem Träumenden im Moment seines Erlebnisses allerdings nicht unbedingt bewusst ist. Das ist der Charme von Träumen. Träume sind die Gaukler des Unterbewussten, die uns alle innewohnen und des Nachts emporsteigen und ihren Schabernack auf der Bühne unseres inneren Auges treiben. Träume sind Scherzkekse mit einem ganz eigenartigen Sinn für Humor.

Der Fisch ist gegessen

Es war der 24. September 2017 und Alice Weidel, Spitzenkandidatin der Alternative für Deutschland zur Bundestagswahl, hatte mit Ihrer Partei 46% der Wählerstimmen erreicht. Noch am Wahlabend kündigte Christian Lindner von der FDP an, mit der AfD zu koalieren wollen. Vizekanzler Lindner! Dazu Außenminister! Erste Klasse fliegen und das weibliche Bordpersonal begrapschen. Und jede Menge Scheinwerferlicht! Diese Versuchung war zu groß für den hühnerbrüstigen Shooting Star der Freien Demokraten. Vermutlich, um es mit der ganzen Gehässigkeit offen auszusprechen, hätte er sogar eine Zusammenarbeit gesucht, wenn der Partner Klu Klux Klan geheißen hätte, mit Charles Manson als deren Vorsitzendem.

Da war sie nun als, die neue Bundeskanzlerin. Alice Weidel. Ein württembergisches Fräuleinwunder im Jahre 2017. Viele kannten die ehemalige Musterabsolventin der Uni Bayreuth vor ein paar Wochen noch überhaupt nicht, da versteckte sie ihr schüchternes Naturell am liebsten im Steuervermeider-Paradies Schweiz, sie war noch weitaus unbekannter als die ehemalige Frontfrau und Vorzeigemutter Frauke Petry, die der neuen deutschen Volksfront immerhin 5 Kinder geschenkt hat. An der Seite der Siegerin schritt eine dunkelhäutige Frau. Schon wollten die enthusiastischen und siegestrunkenen Weidel-Anhänger die Bühne stürmen und die ganz offensichtlich nicht-deutsche, nicht-europäische Unbekannte in den tobenden Mob herunterreissen und sie dankbar als Menschenopfer den Göttern im Polit-Himmel opfern, doch dann eilte Alexander Gauland, ebenfalls AfD-Spitzenkandidat bei dieser Wahl, allerdings aus Altersgründen für das Regierungsamt als ungeeignet ausrangiert, zum Mikrofon und erhellte die pulsierende Menschenmenge, dass es sich bei dieser exotischen Schönheit um Sarah Brossard handelt, der aus Sri Lanka stammenden Lebensgefährtin von Alice Weidel und damit auch um die künftige First Lady. Der Saal quittierte den Einwurf Gauland’s mit einem langen Aaaahhhhhh, so wie man dies bei einer Zirkusvorstellung vernimmt, wenn Artisten just im Vorfeld ihrer Glanznummer sich hochkonzentriert der Aufmerksamkeit und Spannung der Zuschauer sicher sein können.

Trotz dieses kleinen Tumults hieß es nur: Frau Alice Weidel! Geboren in der ostwestfälischen Armutsregion Gütersloh. Endstation Kanzleramt. Wahnsinn oder? Glückwunsch!

Noch blinzelte sie ungläubig in das Blitzlichtgewitter der Lügenpresse. „Was werden die jetzt wieder schreiben, diese Wortverdreher, diese abscheulichen?“ dachte sie bei sich. So groß war der Triumph, dass sie sich immer wieder hastig umschaute. Ob sie da nicht doch just Opfer der beliebten aber humoristisch grenzwertigen Versteckten Kamera wurde.

Noch in der rituellen Zusammenkunft der Partei-Generäle am Wahlabend im Zweiten Deutschen Fernsehen sah man die konsternierten Gesichter der Vertreter aller anderen Parteien. Andreas B. Scheuer von der CSU, kalkweiß, fahle und lebensmüde Augen. Zwar holte die CSU in Bayern das Rekordergebnis von 98,2 % der Stimmen, vermutlich auch weil man eine Woche vor der Wahl die Obergrenze im bayerischen Alleingang beschloss und außerdem die Visumspflicht für alle anderen Bundesbürger. Doch aufgrund der stimmentechnischen Höllenfahrt der Schwesterpartei CDU, die nur auf 15,5% im vorläufigen Endergebnis kam, war auch in Bayern Halbmast angesagt.

Endlich darf Sie sein, was sie ist: Die neue Bundeskanzlerin Alice Weidel
Hat noch Probleme, den richtigen Arm zu heben: Die neue Bundeskanzlerin Alice Weidel

Auch für die anderen Parteien, außer der schon erwähnten FDP (8%) sah es nicht wirklich gut aus. Die Grünen scheiterten an der 5%-Hürde, die Linke, die die SPD zwar überholte und 12% der Stimmen errang und damit zweitstärkste Kraft im neuen Bundestag wird, war ebenso desavouiert wie Martin Schulz, dessen SPD mit 9% endlich nahezu dort angekommen war, wo Altkanzler Gerhard Schröder sie schon einst hinschicken wollte. Er hatte noch versagt, Schulz hieß nun der wahre Minusheld.

So sexy kann Politik sein – Alice Weidel, das Polit-Pin-Up

Da saßen sie nun in meinem Traum, die Generalsekretäre der Parteien, die wichtigen und sprachgeübten Demagogen, diese Meister der politischen Inszenierung, des Täuschens, der Charade, fatalistisch in die Monitore mit den auf- und abhüpfenden Balkendiagrammen stierend und komplett ungeübt in der Situation, dass Polit-Amateure, bestehend aus Islamophoben, Zivilversagern und politischen Schnappatmern künftig die Politik dieses Landen bestimmen werden. Alice Weidel, die Wahlsiegerin, ausgerechnet jene „Who-The-Fuck-Is“-Alice, die bis vor kurzem vor allem ostdeutschen Männern, die nach der Wende von ihrer Frau sitzen gelassen wurden (Hodenmumps-ostdeutscher Männer liegt bei fast 50%), schickte ihre designierte Heimatschutzministerin Beatrix von Storch in diese Runde der Verlierer und Abgehängten.

Hat jetzt freies Schußfeld an der deutschen Grenze: Beatrix von Storch bei Schießübungen auf Flüchtlingskinder

Frau Storch war der Stolz, dieses einzigartige Triumphgefühl, es allen, aber auch wirklich allen, gezeigt haben, anzusehen. Ihr Augen quollen Ping Pong-Ball-groß aus dem Gesicht hervor, sie atmete schwer und schnell, sie transpirierte wie schon der bejuwarische Mega-Star FJ Strauss bei einer hochsommerlichen Bierzeltrede und das abrupte Zurückzucken Ihrer Tischnachbarin Renate Künast von den Grünen (die eigentlich für die Sendung eingeplante Claudia Roth hatte sich kurz nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen vor laufenden Kameras mit den Scherben eines zuvor mit Bio-Perlwein gefüllten Sektglases die Kehle durchgeschnitten) ließ vermuten, dass die Storch‘sche Slipeinlage schon seit Stunden versagt.

In meinem Traum saßen da nun der Generalsekretär der SPD, Hubertus Heil „dem Schulz“, der umgehend zu Beginn seinem CDU-Kollegen Peter Tauber auf zupackende Art in den Schritt griff und endgültig die ohnehin verlustig gegangene große Koalition aufkündigte. Die oder der Vertreter der FDP war in meiner Fantasie unkenntlich. Die Stimme klang nach Frau, das Aussehen erinnerte mich an Scratchy aus „Itchy & Scratchy“ aus der Fernsehserie Die Simpsons. Jedenfalls völlig unwichtig und wirr dazu.

Die Linken hatten Mario Barth geschickt, Berliner Doofmann im Stadionformat und bekennender Alt-Stalinist. Gleich am Anfang riss ihm das Kabel seines Kopfmikros, so dass seine tonlosen Lippenbewegungen im weiteren Verlauf der Sendung etwas von Gehörlosen-Comedy hatte. Was er von sich gab, war ohnehin so unbrauchbar wie zweites Arschloch im Hintern.

Homophober Freudentanz – Deutschland zurück in die 1930-Jahre

Apropos! Peter Tauber, den bekanntermaßen die Armut vieler Minijobber ankotzt und der mit dieser Ansicht auch gerne ungefragt den Usern auf Twitter die gute Laune verdirbt, wanzte sich in der Sendung am rechten Bildrand immer wieder an Frau von Storch. Will da etwa jemand die Koaltionspläne von AfD und FDP auf den letzten Metern durchkreuzen?! 

Achtung Verwechslungsgefahr! Links das Original, Kay Nerstheimer, homophober Klassenclown aus Berlin und rechts das Nerstheimer-Double Quasimodo, dargestellt von Charles Laughton.

Der Moderator, sichtlich bemüht, das überraschende Wahlergebnis in Worte zu kleiden, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor seiner finalen Zerschlag retten (Die AfD hatte in Ihrem Programm angekündigt, nicht nur GEZ und Öffentlich-Rechtliche abzuschaffen, sie versprach auch die standrechtliche und öffentliche Erschießung von Claus Kleber, Karen Mioska und zahlreichen anderen TV-Quasselbuxen von ARD und ZDF).

Details der Sendung offenbarten sich nicht in meinem Traum. Einzig die Ankündigung von Frau Storch, den Berliner Stadtielabgeordneten, Kay Nerstheimer, seines Zeichens begeisterter Sammler von NS-Devotinalien („habe die größte Sammlung an Judengold außerhalb Israels“), blieb mir im Gedächtnis. Im neu geplanten Ministerium für Volksgesundheit soll Nerstheimer eine prominente Rolle spielen. Er, der im Wahlkampf angekündigt hatte, männliche Kinder bei den geringsten Anzeichen einer sich anbahnenden Homosexualität kükengleich sofort zu shreddern, eckt allerdings mit seiner erfrischend-rustikalen Art schon mal an bei den Gutmenschen der Republik.

Schnitt!

Dient den AfD-Zeremonienmeistern als Vorbild: Party-Hölle Pjöngjang, gegen deren durchdesignte Veranstaltungen z.B. der CSD wirkt wie ein Seniorentanz in Superzeitlupe.

Noch in der Nacht zum Montag begannen rasch gegründete AfD-Milizen, rekrutiert aus ostdeutschen Wutbürgern und Pegida-Wandervögeln mit der Durchsuchung der großen Medienhäuser in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München. Druckerpressen wurden angehalten, Redakteure verhaftet, die ersten Scheiterhaufen entzündet. Das TV-Programm der folgenden Tage wurde immer wieder mit Sondermeldungen durch den nun als Leitmedium installierten Staatssender Erste Arische Fernseh- und Funkanstalt, kurz AFF. Man zeigte neben Massenaufmärschen auf dem jüngst restaurierten Parteitagsgelände in Nürnberg immer wieder Ansagen der Bundeskanzlerin Weidel, mal in Zivil, mal in Uniform eines Fünf-Sterne-Generals, die an das Volk gerichtet, konsequente Abrechnung mit der alten CDUCSUSPDGrüneLinke-Kamarilla versprach und zum Beleg der Konsequenz ab und an aus einem vor ihr drapierten Bastkorb den abgetrennten Kopf eines Mitglieds der Vorgänger-Junta hob. (Anm. des Verfassers: Den Kopf Peter Altmeiers hub der zarte Arm der Jungkanzlerin nur unter größter Anstrengung und mit Hilfe des Studioleiters aus dem Gefäß).

Eine fast schon rauschhafte Aufbruch- und heitere Progromstimmung allerwärts. Die muslimische Bevölkerung Deutschlands flieht wohin sie nur kann. Wer Glück hat, erwischt eine der überfüllten Flieger in den sonnigen Mittelmeerraum und lässt sich mit italienischen Schlepperbooten an die nordafrikanische Küste verbringen. Die weniger Glücklichen landen in Massenauffangstationen kurz hinter der holländischen Grenze, wie z.B. in Kerkrade, kurz hinter Aachen, mit mehr als 500.000 Deportierten, welche neben wenig tröstlicher Dauerbeschallung durch alte Rudi-Carrell-Telekonserven auf ihren Weitertransport auf eine der Kanalinseln warten, welche die AfD im Zuge Ihrer Flüchtlingspolitik kurzerhand von der britischen Regierung für 99 Jahre gepachtet hat. 

Der Mann ohne Hoden – Himmler Reloaded

Der ambitionierte Chef im neugegründeten Ministerium für Migration und Massenauswanderung, Andreas Kalbitz, ehemaliger Burschenschaftler mit Hang zu Sado-Maso-Praktiken und fleißiger Verleger zahlreicher rechtsextremer Pamphlete, weckte schon im Wahlkampf bei zahlreichen Kahlköpfen seines Schlages, dass nur ein flüchtlingsfreies und deislamisiertes Europa für ihn, seinen potentiellen Nachwuchs und für das ganze deutsche Volk von Güte sei. Zwar hat, wie sich nach der Wahl herausstellte, Kalbitz selbst keine Kinder und wird auch keine haben können, da er sich als 9-Jähriger beim Wurf eines Molotow-Cocktails auf ein Wohnheim für herrenlose Sinti und Roma und dem anschließen Sprung über eine Gartenzaun beide Hoden wegriss, dennoch gibt sich der mutmaßliche Enkel von Reichsführer SS Heinrich Himmler gerne optimistisch volksnah und lässt sich im feschen Trachten-Janker mit blonden Ministranten auf dem Schoß für die parteinahe Terror-Postille „Heute Blau + Morgen Blau“ ablichten. „Kinder sind so was Feines“, lässt er die Büttel von der schreibenden Zunft mit zweitdeutig wässriger Aussprache gerne in den Notizblock kritzeln.

Enkel & Großvater, beide an einer Endlösung interessiert. Der eine in der Judenfrage, der andere in der Flüchtlingsfrage. Andreas Himmler-Kalbitz, designierter Minister für Migration & Massenauswanderung und sein Großvater Heinrich

Mein Traum führte mich weiter durch Deutschland und der Bauboom an der deutschen Grenze erreicht ein nie dagewesendes Niveau. Das AfD-Lieblingsprojekt von der Grenzschließung stellt selbst einmalige Bauprojekte der Menschheitsgeschichte wie die Errichtung der Pyramiden oder der Großen Mauer in China in den Schatten. Mehr als 3600 km Grenzbefestigung wollen errichtet werden. Mindestens 20 m hoch an jeder Stelle, das gilt auch für den Wall durch den Bodensee. Dazu bedarf es mehr als 600 Millionen Kubikmeter Beton, 120 Millionen Tonnen Stahl, nochmal die gleiche Menge Metall an Stacheldraht, dann die Minen, Selbstschussanlagen, Suchscheinwerfer, noch nicht gerechnet die Unterkünfte und Wachtürme für 300.000 Mann Wachpersonal, die durch die wieder eingeführte Wehrpflicht rekrutiert werden wollen. Man braucht Architekten, Planer, Ingenieure, Fachkräfte. Und für die neuen Kasernen Küchenpersonal. Denn die neuen Gammel-Soldaten sind hungrig. 1 Million warme Mahlzeiten. Am Tag! Was für ein Konjunkturprogramm! Der ohnehin entspannte Arbeitsmarkt ist quasi leergefegt und der Bund muss höchste Gehälter zahlen um dem Bedarf entsprechen zu können. Selbst die Gebäudereiniger-Branche, jahrelang gern gezeigtes Vorzeige-Beispiel für Lohnsklaverei, reibt sich die Hände. Wie sehr könnte man nun ein paar Flüchtlinge als devote Billiglöhner gebrauchen. Aber die sind ja leider schon alle auf dem Weg ans und ins Mittelmeer.

Erneuter Schnitt!

Alleinerziehende sind aus dem Gesellschaftsbild verschwunden ebenso wie der Sexualkunde-Unterricht an den Schulen. Das öffentliche Rauchen für Frauen ist genauso untersagt wie das Tragen jeglicher Kopfbedeckung. Da aber mit der Abschaffung jeglicher Gleichstellung von Mann und Frau, der weibliche Teil der Bevölkerung ohnehin vor allem an den heimischen Herden zu finden ist, kann man durchaus von einem weitesgehend frauenlosen Bild auf Deutschland’s Straßen sprechen. Das wiederrum führt immer wieder vereinzelt zu Übergriffen von ostdeutschen Männern an anderen Männern, freilaufenden Hunden und Autoreifen. Mit der Vollbeschäftigung wurde auch das Staatsalmosen Hartz4 überflüssig. Keine verwahrlosten Hartzer beim Konsum einer Dose Paderborner Pils ruinieren nun den Anblick des Betrachters. Und xenophobe Herzen schlagen hoch. Menschen mit mediterranem Habitus findet man allenfalls nur noch in staatlich betriebenen Döner-Imbiß-Stuben oder wie ehedem als Putzhilfe deutscher Haushalte in Schwarzarbeit. Und wer von diesen letzten Mohikanerneiner ehemals 4-Millionen Menschen umfassenden muslimischen Gemeinde in Deutschland in irgendeiner Form der Barbarei seines archaischen Glaubens hinterher hängen will, darf dies bestensfalls auf den 6 qm-Privatraum seiner Containerunterkunft. Minarette und Moscheen weg oder (auf Betreiben von Andre Poggenburg, Landesvorsitzender der sachsen-anhaltinischen AfD und landesweit bekannter Teilzeitganove) umgebaut zur Gauselmann-Spielothek, die nie dagewesenen Burkas weg, Multi Kulti in den Orkus geschickt und Erdogan den Krieg erklärt. Dafür erblühen überall im Land Bauprojekte für neue Atomkraftwerke. Der Klimawandel wurde endgültig für beendet erklärt und Dieselfahrzeuge erleben auch in großvolumigen Aggregaten eine nie erahnte Renaissance. Alle Sanktionen gegen Putin wurden umgehend eingestellt und die Betonung der deutsch-russischen Beziehungen fand sich in neuen, höheren Sphären wieder. Der neue Russland-Sonderbeauftragte Jörg Meuthen traf sich denn auch umgehend mit seinem russischen Autokraten-Idol und man einigte sich zügig auf einen Einmarsch in Polen sowie der Aufteilung Osteuropas.

Björn Höcke – hier bei einem Volksfest im thüringischen Sömmerda – wird dem neuen Bundeskabinett nicht angehören. Das Amt des Ministers für Leibesertüchtigung und Wehrhaftigkeit geht wohl an Andre Poggenburg, einem ehemaligen Gebrauchtwarenhändler und derzeitigem AfD-Landesvorsitzenden in Sachsen-Anhalt

Doch wo war eigentlich Frau Merkel, die alte Bundeskanzlerin geblieben?

Merkel kurz vor Ihrer Höllenfahrt

Als Volksverräterin hatte sie kein gutes Schicksal zu erwarten. „Kurzen Prozess mit Volksverrätern“ hatte Alice Weidel im Wahlkampf versprochen. Ganz nach ihrem autoritären Vorbild Rodrigo Duterte, dem Präsident der Philippinen, der Drogenhändler und Drogenkonsumenten auf den Straßen Manilas und anderswo unprätentiös und effizient über den Haufen schießen lässt, so stellte sich auch die blonde Schönheit Weidel (Leibgericht: Dönerplatte komplett mit viel Knoblauch, extra scharf) den Umgang mit Volksschädlingen und anderen Gesindel vor. „Scheiss auf Political Correctness und Scheiss auf den Rechtsstaat“ hatte sie noch zwei Wochen vor der entscheidenden Bundestagswahl auf den Dorfplätzen der sächsischen Provinz in das Mikrofon mit ihrer von zahlreichen Wahlkampfauftritten verschlissenen Stimme gekrächzt. Und die für die etablierte Politik schon völlig verlorengegangenen Seelen in Heidenau, Freital oder Bautzen, sie entzückten sich bei solcher Leidenschaft und skandierten: „Merkel, Du Sau! Du kommst bald in den Bau! Merkel, Du Sau! Du kommst bald in den Bau!“ Frau Weidel liebt den Pöbel und der Pöbel liebt sie. Eine symbiotische Kraft, die der AfD die ungeheure Kraft gegeben hat, die sie letztlich bis ganz nach oben gebracht hat.

Der professale Messerstecher im Hintergrund: Dr. Jörg Meuthen. Bis vor kurzem langweilte er noch in deutschen Hörsälen. Heute kann er vor einem Millionenpublikum keifen und hat sich vom öden Lange-Unterhosen-Träger zur definitiven Stimmungskanone der AfD gewandelt.

 

 Mit den Bildern einer brennenden Merkel-Strohpuppe auf einem Marktplatz irgendwo im Osterzgebirge endete mein Traum und starker Harndrang trieb mich auf die Toilette.

Während es unter mir in den Lokus plätscherte, dachte ich noch an meinen Traum. Träume können ja Vorahnungen sein, erschrak ich mich kurz innerlich. Doch ich war ja kein Prophet. Gott sei Dank! Und meine Gedanken schweiften zu marodierenden Horden aus Sachen und Thüringen. Ostdeutsche Bürger, von der Globalisierung vergessen, holten sich im wahrsten Sinne ihr Land zurück. Wo ist mein schon vor Jahren abgelaufender Mitgliedsausweis der Grünen? Könnten die den finden wenn sie es bis hierher an den Niederrhein schaffen? Sollte mir schnell und vorsorglich „Mein Kampf“ bestellen und ins Bücherregal stellen? Vielleicht auch das Telefonbuch von Leipzig oder Rostock um eine wie auch immer geartete Beziehung Ostteil der Republik vorzutäuschen? Aber, holla, es gibt ja auch AfD-Wähler im Westen Deutschlands! All meine abfälligen Kommentare über Marcus Pretzell auf Facebook, den AfD-Vorsitzenden in NRW und notorischen Unterhaltsverweigerer und Steuerschuldner. Und meine Diffamierungen über seine Ex-Geliebte und jetzige Ehefrau Frauke Petry. Au weia! Wenn das rauskommt, hänge ich an der Birke in unserem Vorgarten. Aber halt! Nein. ich bin ja viel zu schwer. Birkenholz eignet sich aufgrund seiner geringen Festigkeit wenig zum Erhängen von Leuten. Und die nächste Eiche steht zu weit. 

Ach, ja, welch‘ ein Gedankenkarussell………

 

Maybe to be continued….

 

 

 

 

 

 

 

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