„Ich war ein dickes Hortkind“ – Diktatoren hatten es auch nicht leicht

Man ahnt es bestenfalls, die ganze Wahrheit jedoch wird wohl ein Geheimnis bleiben: Was haben Diktatoren mitmachen müssen (oder wollen?), dass sie einst zu den Schurken werden konnten und ganze Völker unter die Knechtschaft ihrer morbiden und sadistischen Fantasien zwingen?

Man weiß zum Beispiel, dass der junge Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili, später viel besser bekannt als Stalin, der „Stählerne“, zum Zeitvertreib Kleintiere auf dem Hof seiner Großeltern quälte. Die Überlieferung sagt weiter, dass sein Großvater, sehr erbost über das Treiben des jungen Knaben, diesen martialisch mit der Hundepeitsche züchtigte. Der Knabe Stalin zeigte sich jedoch unbeeindruckt. Je mehr Dresche er bezog, desto mehr Hühner fielen dem ambitionierten Jung-Sadisten zum Opfer. Man konnte schon damals das Verhaltensmuster des späteren Sowjetherrschers in klaren Linien absehen. Allerdings waren die Hühner im riesigen Reich bald ausgerottet. Daher war es nur naheliegend, das gemeine Volk zur Befriedigung von Stalin’s heimlichen Gelüsten heranzuziehen.

Hauptsache, schmeckt! Doch Dicke haben es nicht leicht
Es muss schmecken. Überfüttertes Hortkind beim Verzehr eines Hühnerflügels

Kim Jong Un, derzeit regierender Spross der Steinzeit-Kommunisten-Dynastie Kim in Nordkorea, hatte ebenfalls keine leichte Kindheit. Ohnehin mit der schweren Bürde als künftiger Diktator der vielleicht letzten kommunistischen Gesellschaft in Reinform belastet, war der junge Kim, seit seinem zweiten Lebensjahr mit schwerer Adipositas belastet. Zwar konnte er darauf hoffen, dass er seine Kindergarten- und Grundschulzeit nicht an einer normalen nordkoreanischen Regelschule (so es solche gibt) verbringen musste. Inmitten des sozialistischen Nachwuchs-Elite der nordkoreanischen Kominform war er dennoch ob seiner Fettleibigkeit Ziel von Spott und Häme. Mit 6 Jahren war Kim bereits so schwer an Kilos, dass keine der Mitarbeiterinnen im Kinderhort den korpulenten Knaben noch hätte hochheben können ohne dabei einen ernsthaften Bandscheibenschaden zu erleiden.. 

Kim Jong Un rächte sich kurz nach seiner Machübernahme 2011 mit rücksichtlosen Säuberungsaktionen. Ziel seines Zornes sind vor allem schlanke Menschen, derer es in dem an Grundnahrungsmitteln armen Land nicht mangelt.

Liebesgrüße aus Pjöngjang. Vom großen Führer handbemalte Erstschlagswaffen

Dass er später, im November 2012, von der US-amerikanischen Satirezeitschrift The Onion zum Sexiest Man Alive gekürt wurde, konnte die seit seiner Kindheit tief im Bewusstsein implementierten Komplexe nicht mehr wesentlich lindern. Heute nervt und drangsaliert der jüngste und dickste weltweit aktive Regierungschef nicht nur seine Landsleute und den südkoreanischen Nachbaren. Das frühkindliche Traum hat mittlerweile die Weltpolitik erreicht. Man mag es sich kaum vorstellen: Hätte der stämmige Steppke nicht täglich die Pausenbrote seiner Mitschüler verzehrt und hätten die wiederum ihn nicht wegen seiner überdimensionierten Körperfülle ständig gehänselt, vielleicht könnten dann viele Menschen in Fernost heute ruhiger schlafen. Immerhin heißt Kim’s Gegner in diesem Konflikt Donald Trump, und auch dieser hatte als Kind schwere Erlebnisse zu verkraften, nicht nur wegen seines unorthodoxen Haarstylings.

Adolf H. noch ohne seinen prominenten Nasenbart

Die Mutter aller Diktatoren mit unglücklicher Kindheit und Jugend ist, man ahnt es, Adolf Hitler. Geboren in Österreich, hatte der als Heranwachsender sehr hagere Adolf, oder wie ihn seine Eltern nannten, Wölfi, keine eben leichte Kindheit. Sein Vater war Postbeamter, durch und durch den Erziehungsmethoden der alten, im Untergang befindlichen, K&K-Monarchie verpflichtet, die da lautete, jeden Tag eine Tracht Prügel im Voraus hält Prügler und Geprügelten bei guter Laune. Kuscheln oder Knuddeln waren im Erziehungsportfolio des Vaters nicht vorhanden. Hatte der spätere Welten-Verwüster einmal etwas zu Lobendes vollbracht, pflegte ihm sein alter Herr eine Kopfnuss mit den Fingerknöcheln zu verpassen. Als eine Art von stolzem Liebesbeweis. Gott sei Dank, möchte man mutmassen, hielten sich die guten Taten des jungen Adolfs in Grenzen. Was der Vater neben Ungehorsam nicht mochte, waren zwei Dinge: Juden und Tauben. Zweitere pflegte er mit einer selbstgebauten Zwille von den Dächern der umliegenden Mietshäuser zu bolzen. Kaum in der Lage, das mittelalterliche Schiessgerät zu spannen, wurde auch der Knabe mit dem Abschuss des störenden Federviehs beauftragt. Traf er ganz im Sinne des Vaters, spürte er sogleich den lobenden Schmerz an seinem Hinterkopf. Traf er die Taube direkt am Kopf mit einem lauten Flatsch, so dass das Tier mit halb abgerissenem Haupt, das verhasste Gurren abrupt erstickt, vom Dachsims in die Tiefe stürzte, freute das den Herrn Vater so sehr, dass es vor Kopfnüssen nur so hagelte. Schoss Adolf daneben, gab es einen Schlag mit der flachen Hand. Das war auch wenig angenehm aber nicht so schmerzhaft wie das Lob. Weshalb er absichtlich weniger häufig die Vögel traf. Da der Vater, Schwerstalkoholiker, ebenfalls wenig Fortune beim Abschuss der Tiere hatte, konnte die Familie Hitler die Taubenpopulation in diesem Teil Österreichs nicht sonderlich gefährden.

Der junge Adolf war außerdem, wie viele Rechtsradikale und Österreicher nach ihm, lange Zeit Bettnässer. Laut seines späteren Leibarztes Theo Morell, bis etwa zu seinem 50. Lebensjahr. Manch‘ Zeitgenosse kolportierte hinter vorgehaltener Hand, erst Eva Braun vermochte den größten Feldherrn aller Zeiten, von der unkontrollierten Urinade abzubringen. Dafür, allerdings, musste sie mit dem Umstand leben, dass Adolf Hitler, wie viele Rechtsradikale und Österreicher nach ihm, unter vorzeitigem Erguss zu leiden hatte. Viele Potentaten, Politiker und Prominente ereilte dieses für die Partnerin so unkomfortable Schicksal. Boris Becker etwa, auch Martin Walser, später ebenso Richard Nixon und Erika Steinbach.

Erika Steinbach bei Ihrer letzten Bundestagssitzung
Erika Steinbach bei Ihrer letzten Bundestagssitzung

 

Ob Pol Pot, Idi Amin, Nicolae Ceaușescu oder Peter Altmaier, alle sie hatten eine trostlose, von Entbehrungen gezeichnete, schwere Kindheit. War es nicht der meist prügelnde Vater neben einer ohnmächtigen Mutter, so war es das Aussehen der Knaben, dass ihre Umwelt zu Hohn und Spott animierte. Die Schmach tief im Bewusstsein verankert, veranlasste die später zu Allmacht gekommenen Alleinherrscher, einen unbarmherzigen Rachefeldzug gegen die ehemaligen Peiniger zu führen. Dabei stand jeder unter Generalverdacht. Der Mensch als Feind per se.

Psychopathische Gewaltherrscher sind daher nicht nur als schlechte Menschen zu brandmarken. Vielmehr als Opfer der Umstände, des Zeitgeistes und einer Sozialisierung, die ihnen keine Wahlmöglichkeit ließ als die, sich zu einem rücksichtlosen Monstrum zu entwickeln. Um diese Entwicklung frühzeitig zu durchbrechen, widmet sich die Deutsche Diktatorenhilfe e.V. jungen heranwachsenden Machthabern, die mit Ihrer Hilfe, liebe Leser, zu nützlichen Mitgliedern einer mordernen Zivilgesellschaft erzogen werden sollen. Spenden Sie jetzt an die Deutsche Diktatoren-Hilfe e.V. Die Kontonummer übermittelt Ihnen gerne der Seitenbetreiber.

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